Begleitung der Täuflinge durch Gemeindepaten
Jedes Jahr werden ca. 40 – 60 Kinder, Jugendliche und Erwachsene in unserer Lukasgemeinde getauft und damit auch in die Gemeinde aufgenommen. Wir freuen uns über jede Taufe und übernehmen auch als Gemeinde die Aufgabe, diesen Menschen und ihren Familien auf ihrem Weg als Christen beizustehen und im Glauben gemeinsam weiterzugehen. Die Taufen finden deshalb prinzipiell im Gemeindegottesdienst statt.
Wie kann der Kontakt der Gemeinde zu diesen Kindern in der Zeit nach der Taufe besser gehalten werden? Was bieten wir den Familien und Kindern zusätzlich an, damit sie in die christliche Gemeinde hineinwachsen?
Der Gemeindebeirat und das Presbyterium hat sich – angeregt durch eine Aktion der evangelischen Landeskirche von Westfalen „Mit Kindern neu anfangen“ – entschlossen, den Täuflingen und ihre Familien etwas Neues anzubieten:
Zu jeder Taufe soll jeweils ein Gemeindemitglied („Gemeindepate“) den Täufling begrüßen und sich verpflichten, jährlich zum Tauftag einen Tauferinnerungsbrief zu verschicken, in dem zu einem jährlichen Tauferinnerungsgottesdienst und zur Teilnahme am Gemeindeleben eingeladen wird.
Diese Briefe sollen bis maximal zum Schuleintritt, dann auch mit der Einladung zum wöchentlichen Kindergottesdienst (während des Hauptgottesdienstes) und zur jährlich stattfindenden Kinderbibelwoche versandt werden. Diese Briefe werden den „Gemeindepaten“ vorformuliert zur Verfügung gestellt, um die Arbeit zu erleichtern. Es sind Briefe der Lukasgemeinde, nicht die der landesweiten Aktion „Mit Kindern neu anfangen“.


In der Lukasgemeinde wurde auch ein Taufbuch erstellt , in dem jeder Täufling mit Foto, Tauftag, Taufspruch eine Seite erhält. Diese Fotos sollen die „Gemeindepaten“ am Tauftag mit der digitalen gemeindeeigenen Kamera erstellen. Das Taufbuch liegt im Kirchraum aus und kann von der Gemeinde eingesehen werden.


Neben den aktuellen Tauffotos wird ein Erinnerungsfoto des jährlich stattfindenden "Tauferinnerungsgottesdienstes" eingefügt, zu dem die Taufkinder der letzten Jahre mit ihren Familien eingeladen werden. So können sich auch Kinder, Jugendliche und Erwachsene in diesem Buch wiederfinden, die vor dem offiziellen Beginn des Taufbuches (Quasimodogeniti, 30.3.2008) in der Lukasgemeinde getauft wurden. (Dies wurde von den Kindergottesdienstkindern gewünscht, als wir ihnen das Taufbuch vorstellten.)
Eine weitere Idee ist, auch die Konfirmationsgruppenbilder jährlich in das Taufbuch einzukleben, um den Zusammenhang von Tauf und Konfirmation sichtbar werden zu lassen.
Die Koordination hat ein Gemeindebeiratsmitglied übernommen. In einem Ordner "Mit Kindern neu anfangen" in der Sakristei stehen alle Unterlagen, Briefe, Adressen und Namenslisten. Der Koordinator will versuchen, alle Gemeindepaten kurz vor dem Jahrestag an die Versendung der Briefe per email zu erinnern.
Folgende Punkte wurden innerhalb der Gemeinde abgesprochen:
- Bei der Taufe (und schon im Taufgespräch) wird auf eine/n GemeindevertreterIn hingewiesen, die/der sich als „Gemeindepate“ bereit erklärt, nach einem Jahr einen Brief an die Familie und das Kind zu schreiben und zu einem Tauferinnerungsgottesdienst oder Familiengottesdienst einzuladen.
- Am Tauftag wird der Gemeindepate sich der Familie und dem Täufling vorstellen und ein Foto der Tauffamilie am Taufbecken aufnehmen.
- Der „Gemeindepate“ kann/sollte auch in den folgenden Jahren zum Tauftag schreiben, ggf. wieder einladen (vorformulierte Briefe werden erstellt, konkrete Daten müssen eingesetzt werden).
- Zum Tauftag ab ca. 4. Lebensjahr wird in einen besonderen Kindergottesdienst eingeladen und auf den Kindergottesdienst verwiesen. Hier übernimmt ein Mitglied aus dem Kindergottesdienstvorbereitungskreis die Aufgabe, ebenfalls den Brief zu unterschreiben und an dem entsprechenden Kindergottesdienst anwesend zu sein und als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen.
- Der letzte offizielle Gemeindepatenbrief wird im Jahr der Einschulung geschrieben. Dann wird auch zur Kinderbibelwoche eingeladen, die jährlich in der letzten Sommerferienwoche im Lukaszentrum stattfindet.
- Ein Tauferinnerungsbuch wird in der Lukasgemeinde geführt. Dort soll jeweils eine Seite mit dem Namen, Taufspruch, Taufdatum und ggf. ein Bild am Taufbecken gestaltet werden und von der Gemeinde mindestens jeweils Sonntags einzusehen sein.
- Eine oder zwei Personen aus der Gemeinde übernehmen jeweils für ein Jahr die Organisation der „Gemeindepatenliste“ mit der Führung des Taufbuches, der Suche nach „Gemeindepaten“ , ggf. der Erinnerung der Gemeindepaten an das Versenden der Briefe.
- Die Materialien der Aktion „Mit Kindern neu anfangen“ werden gesichtet und ein Team überlegt, ob neben den Briefen weitere Materialien angeschafft werden.
- Nach einem Jahr wird im gemeinsamen Gespräch mit Presbyterium, Gemeindebeirat und „Gemeindepaten“ die Arbeit reflektiert und Konsequenzen gezogen.
Heiner Bredt